| MINERVA
AKS
Giselas Ehemann ist Dr.C.A.Willibald Mense, der
aus seiner aktiven Berufstätigkeit als Verkaufsleiter filmreife Geschichten
berichten kann: "Da kriegsbedingt die Erzlieferungen meiner
bilbaischen Firma eingeschlafen waren, betätigte ich mich bei unserer Botschaft
in Madrid im Dienstreiseverkehr. Ein unter Franco in eine bedeutende Position
gerutschter Conde ließ mich rufen und erklärte: ' Sie haben doch
einige Jahre in Belgien gelebt. Ich brauche einen neuen Motor für meinen
MINERVA AKS Wagen von 1930.
'
Es brauchte sechs Wochen, diesen"Bedarfsfall" in der gebotenen Vertraulichkeit nach Brüssel zu
bekommen, wo ein Vorkriegs-PKW-Exporteur von einem Minerva-Wrack in einer
Feldscheune wusste. |
Es dauerte noch drei Monate, das Geschäft
abzuwickeln." Es folgt die Schilderung des Transports und der
Zahlungsmittel von Rioja- Wolfram in Ziegenledersäcken- Schafsküttel-
Bedarfsfall- LKW-Verkehr der Botschaft und raffiniertem Speiseöl.
Es war verabredet, sobald Irún passiert
war, eine bestimmte Telefonnummer anzurufen, mit welcher der Bruder des Conde
einen Treffpunkt angeben würde. Dieser war kurz hinter Miranda del Ebro, wo in
einer ehemaligen Pferdewechselanlage der Personenpost das Wolfram gegen den
Motor ausgetauscht wurde. ... Auf Nachkriesggeschäftsreisen für
eine Schwermaschinenfabrik im Rheinland konnte ich gelegentlich den Conde
besuchen und erfahren, dass sein MINERVA AKS noch 1973 an einer Fahrt durch
Spanien und Portugal teilgenommen und mit einer Schönheitsmedaille
ausgezeichnet worden war." |