| 1563 wurde nach Angabe des Meyers Heintz von Derlen eine
Abgabenliste erstellt. Nach ihr hatte in der Zeit davor Speicher Philips
für sein Gut auf Wölfringer Bann einen Quartem Frucht und vier Albus
Geldschaften zu entrichten.
Am 22.1.1583 schreibt der Reichskammergerichtsbote tief beeindruckt,
er habe in Püttlingen einem sitzenden Gericht im Beisein der ganzen
Gemeinde (28 Haushalte) beigewohnt;- und das in der gewöhnlichen
Behausung des Nicolaus Speicher.
1679 beschwor der Schultheiß und Meyer Nicolaus Speicher, dass der
Püttlinger Gemeindewald der Gemeinde gehöre.

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Zur Türkensteuer erklärte Nicolaus Speicher:" Man
hat uns die Schatzung gar zu hoch gelegt." Zuletzt hören wir nur
noch von der Familie dieses bemerkenswerten Mannes durch einer
Beschwerde wegen zu schneller Hexenverbrennung in Püttlingen um 1590.
Dem Niclas Speicher wurde die unerhört hohe Summe von 1200 Franken
Bußgeld auferlegt. Diese Bußgelder richteten sich nach dem Vermögen
des Betroffenen. Das bestätigt nicht nur die beeindruckende Größe
seines Anwesens, sondern auch die Höhe seines Vermögens.
Dem "Ehrsamen Conrad Speicher", den man später auch "Chun"
Speicher nannte, wurde 1582 vor dem Schloss in Püttlingen ein Schreiben
des Reichskammergerichts übergeben.
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JacobMüller schreibt: "Von Conrad Speicher wissen
wir, dass er mit Catharina Unbehend aus Völklingen verheiratet
war". Seine Schwiegereltern waren ebenfalls vermögend, immerhin
hatten sie bei der Türkenschatzung von 1542 mit drei Florin die
vierthöchste Steuer dieser "Meigery" bezahlt.
Es ist deutlich, dass der Name Speicher schon um die Mitte des 16.
Jahrhundert zu den festen Familiennamen gehörte.
Bei der ersten Püttlinger Landbestätigung nach dem
Dreißigjährigen Krieg besaß die Sippe Speicher 525 Morgen Ackerland
und 61 Fuderplätze Heu. Dagegen umfasste die herrschaftliche Domäne
nur 166 Morgen Ackerland! |