Franz Hessel
Fürchtegott Hesekiel [pseud.)

Gemälde von Ludvig Karsten
Die Berliner Morgenpost v.27.8.1997:
"Franz Hessel - Ein bewegtes Schriftsteller-Leben.
... Im Berlin der zwanziger Jahre wurde er bekannt als Proust- und
Balzac-Übersetzer, Erzähler und Feuilletonist. Seit 1928 Lektor im Ernst
Rowohlt Verlag, mußte er 1938 wegen seiner jüdischen Herkunft nach Paris
flüchten.
Jules und Jim
Sein Leben war der Stoff für den 1953 erschienenen Roman "Jules
und Jim". Geschrieben hat ihn sein Freund Henri-Pierre Roché,
Kunstmakler, Autor und Casanova. Das Buch über ihre lange Freundschaft,
ihre diversen Liebschaften und über eine turbulente Affäre mit Hessels
Frau Helen, Malerin und Mode- Journalistin (Frankfurter Zeitung), diente Regisseur Francois Truffaut
als Vorlage für seinen gleichnamigen Film von 1962.
Autor Flügge (Manfred Flügge: Gesprungene Liebe: die wahre Geschichte
zu "Jules und Jim", Aufbau- Verlag1993 , vergriffen) hatte für
die wahre Geschichte des leidenschaftlichen Trios acht Jahre recherchiert.
Truffauts Film erlebten weder Roché, er starb 1959, noch Hessel, wohl
aber Helen (1886-1982), die ihn gemocht und oft gesehen hat...."
Nachlass:
Gesamtausgabe im Igel-Verlag
Romane: "Alter Mann", "Heimliches Berlin", "Nachfeier"
"Genieße froh, was du nicht hast: der Flaneur Franz Hessel
Gedichte von Helen Hessel, ihre Übersetzung von Vladimir Nabokovs
Roman "Lolita", Briefe an Helen Hessel von Wilhelm Speyer,
Briefe an Annemarie Uhde von Helen Hessel-usw.