aktuell 2
Nach oben

DIE ZEIT (10.12.1998): "Stéphane Hessel ist Zeuge für das Schlimmste wie das Beste, was das   20.Jahrhundert hervorgebracht hat: den Holocaust und den Siegeszug der Menschenrechtsidee...:"

Franz Hessel Fürchtegott Hesekiel [pseud.)

Gemälde von Ludvig Karsten

Die Berliner Morgenpost v.27.8.1997:

"Franz Hessel - Ein bewegtes Schriftsteller-Leben.

... Im Berlin der zwanziger Jahre wurde er bekannt als Proust- und Balzac-Übersetzer, Erzähler und Feuilletonist. Seit 1928 Lektor im Ernst Rowohlt Verlag, mußte er 1938 wegen seiner jüdischen Herkunft nach Paris flüchten.

Jules und Jim

Sein Leben war der Stoff für den 1953 erschienenen Roman "Jules und Jim". Geschrieben hat ihn sein Freund Henri-Pierre Roché, Kunstmakler, Autor und Casanova. Das Buch über ihre lange Freundschaft, ihre diversen Liebschaften und über eine turbulente Affäre mit Hessels Frau Helen, Malerin und Mode- Journalistin (Frankfurter Zeitung), diente Regisseur Francois Truffaut als Vorlage für seinen  gleichnamigen Film von 1962.

Autor Flügge (Manfred Flügge: Gesprungene Liebe: die wahre Geschichte zu "Jules und Jim", Aufbau- Verlag1993 , vergriffen) hatte für die wahre Geschichte des leidenschaftlichen Trios acht Jahre recherchiert.

Truffauts Film erlebten weder Roché, er starb 1959, noch Hessel, wohl aber Helen (1886-1982), die ihn gemocht und oft gesehen hat...."

Nachlass:

Gesamtausgabe im Igel-Verlag 

Romane: "Alter Mann", "Heimliches Berlin", "Nachfeier"

"Genieße froh, was du nicht hast: der Flaneur Franz Hessel

Gedichte von Helen Hessel, ihre Übersetzung von Vladimir Nabokovs Roman "Lolita", Briefe an Helen Hessel von Wilhelm Speyer, Briefe an Annemarie Uhde von Helen Hessel-usw.

 

Stéphane Hessel   

 

 

Kurzbiographie ( aus: www.ksk-tuebingen.de/fre/bsa/hessel2.html)

"Stéphane Hessel, geboren 1917 in Berlin, Sohn von Franz Hessel und Helen Grund, deren spätere "ménage à trois" Vorbild für Truffauts Kultfilm "Jules et Jim" wurde.*) Seit 1924 in Paris. Studiert Philosophie an der École Normale Supérieure. 1937 französischer Staatsbürger. 1939 eingezogen. 1941 nach London geflüchtet.

In der Freien Französischen Luftwaffe. 1944 auf Spionagemission nach Paris geschickt. Am 10. Juli 1944 von der Gestapo verhaftet. KZ Buchenwald, Rottleberode, Dora. Überlebt nach Identitätstausch." ( -durch Eugen Kogon im KZ inszeniert) 

"1945 Beginn seiner diplomatischen Karriere: UNO New York, Saigon, Algier, UNO Genf.  1982 "Ambassadeur de France"",- Commandeur de la Légion d'honneur, Grand officier de l'ordre national du Mérite.- "Entwicklungshilfe in Afrika. Menschenrechtsvertretungen, u.a. an der Wiener Weltkonferenz 1993. Hat sich für die "Sans Papiers" eingesetzt, die ihr Bleiberecht verteidigen. Lebt in Paris und Südfrankreich."

Der Rückblick auf sein ungewöhnliches Leben, gekennzeichnet durch Humanität und Zivilcourage in:

Stéphane Hessel: Tanz mit dem Jahrhundert- Erinnerungen, Piper Verlag; Arche-Verlag.

 

 

Der Diplomat, Film von Antje Starost, Hans -Helmut Grotjahn, Manfred Flügge

Links:

http://www.german-cinema.de/archive/d/diplomat-E.html